Archiv der Kategorie 'Außerdem noch etwas?'

bwin kurz vor der Pleite!

…so oder so ähnlich könnten die Schlagzeilen der nächsten Wochen aussehen, denn ich bin mit großem Tamtam wieder in das Wettgeschäft eingestiegen.

Rückblende:
Während der Fußball-WM hatte ich mein Glück schon einmal herausgefordert. Unter dem Motto „Flucht in die Sucht“ startete ich den Versuch, meinem Leben während besagter WM Sinn und Spannung zu verleihen. Dass dieser Ansatz letztlich kläglich scheiterte und meine investierten Monatsmieten nun anscheinend in penetrante TV-Werbung geflossen sind, kam für uns alle überraschend.

Das ist nicht die Art und Weise, mit der ich mich vom Geschäftszweig „Sportwetten“ verabschieden will. Der Neuanfang ist bereits gemacht: Mit einer an Verbissenheit grenzenden Motivation, größeren Kapitalmassen und vor allem einer perfektionierten Technik.
Als Andeutung meines raketenhaften Aufstiegs zum Wettkönig werte ich das heute auf meinem Schreibisch eingetroffene Ergebnis meiner ersten Wetten: Alles in allem habe ich bei recht zögerlichen 6 Euro Einsatz lediglich 3,50 Euro Verlust gemacht! Wenn man das jetzt mal zu Ende denkt, von der Inflation bereinigt und ein paar statistische Prognosen zu Rate zieht, bin ich Ende nächster Woche Euromillionär. Wollen wir wetten?

„Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist.“

Große Gefühle und klare Botschaften, harte Schicksale und echte Freundschaften. Durchhalteparolen:

Es kommt im Leben nicht darauf an wie hart du zuschlagen kannst – das Leben schlägt immer härter zu. Es kommt darauf an wieviel du einstecken kannst.

Fuck Yeah!

rockbalbGestern war ich in „Rocky Balboa“.
Ich wurde keine Sekunde im Zweifel darüber gelassen, was von welcher Person im Laufe des Films noch zu erwarten ist. Das hat Vorteile, wenn man, wie ich, nicht gerade ein Rocky-Veteran ist – die komplexen Beziehungsgeflechte sind anders nicht zu durchblicken. Wenn ich mich nicht irre war die einzige Figur, die ihren Charakter im Verlauf des Films zumindest ansatzweise verändert hat, Rockys Gegner Mason Dixon. Der Grund: Rocky hat ihm die Fresse poliert.

Ein echt guter Film, und nebenbei auch ein echt guter Sport.
Obwohl mir gerade der Boxkampf nicht sehr gefallen hat. Was Balboa und Dixon, ehemalige und amtierende Schwergewichtsweltmeister, da im Ring abliefern, ist eine bessere Kneipenschlägerei. Ich habe mir sagen lassen, dass das bisher in allen Rocky-Filmen so war, trotzdem hätte mich ein bisschen mehr Technik respektive Realismus und ein bisschen weniger Bud Spencer-Style gefreut. Verstehe mich, lieber Leser, nicht falsch: Ich will keinen dämlichen „Gentleman“, der zwölf Runden lang durch die Gegend jabt, ich schaue mir gerne Kneipenschlägereien an und habe nichts dagegen, wenn Blut und Tränen fließen. Aber deswegen müssen sich Profiboxer(!) noch lange nicht durch den Ring schubsen, sich in der zweiten Runde die Hand an den Rippen des Gegners brechen und ab der dritten Runde ohne Deckung aufeinander einprügeln.
Auch wenn ich es bei zwei langjährigen und überaus erfolgreichen Profis realistischer gefunden hätte – ein professionellerer Fight hätte vermutlich gar nicht in die Erzählweise des Films gepasst. Rocky schlägt sich nunmal dreckig und hart durchs Leben.

Synergieeffekte nutzen

Momentan habe ich einfach keine Zeit für eigenen Content, deswegen hier einige Empfehlungen:

- Die Jüdische schreibt über die neu gegründete rechtsextreme Fraktion im Europaparlament:

Und so befinden sich die rechtsextremen Parteien, die an der neuen Fraktion teilnehmen in einer wahren Zwickmühle, zuhause in ihren Ländern erklären sie ihren erbosen Gesinnungskameraden, in Brüssel hätten sie sich nur deswegen in eine Fraktion begeben, um die Vorteile zu genießen, in Wirklichkeit handle es sich doch nur um eine technische Fraktion. In Brüssel wiederum erklären sie feierlich, eine gemeinsame Politik betreiben zu wollen. (Die Jüdische)

- Die NZZ interviewt den Tenorsaxophonisten Sonny Rollins anlässlich seines neuen Albums „Sonny Please“:

Leute fragen mich oft: Sonny, wie improvisierst du eigentlich? Und ich antworte dann: Ich improvisiere gar nicht selber. Ich bereite mich zwar gut vor, ich lerne die Songs, die Harmonien von Stücken, die ich vortragen will. Dann gehe ich aber auf die Bühne und lasse die Musik sich selbst spielen. (NZZ)

- Weltkritik analysiert den antideutschen Jargon am Beispiel des Blogbeitrags „Rauchen als Verkehrung“ bei nichtidentisches:

Das Äquivalent zur Abschaffung des Kapitals, der radikale Bruch mit dem Bestehenden, die gesellschaftliche Tat, der Ausbruch aus Abhängigkeit und repressiver Toleranz – gemeint ist der Umzug in eine Nichtraucherwohnung. (weltkritik)

Geiz ist geil

Gestern wurde ich am späten Abend von Sven darauf aufmerksam gemacht, dass Amazon gerade in Feierlaune ist und Laptops zum Spottpreis raushaut:

Ich habe mal zwei Stück bestellt, allerdings mache ich mir keine Hoffnungen die Ware zu bekommen. Ein Kaufvertrag kommt nämlich erst zustande, wenn Amazon die Bestellung annimmt und die Ware abschickt.
Mittlerweile ist der Fehler korrigiert.

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Update:
Die Bestellung wurde einfach von meinem Kundenkonto gelöscht! Ich erwäge rechtliche Schritte, immerhin kenne ich mich damit aus, große Konzerne in die Knie zu zwingen.

Signifikante Korrelation

Begeben wir uns für einen kurzen Moment in die Welt der Wissenschaft. Ich möchte folgende Hypothese aufstellen:

Die gesamte Blogosphäre würde um 75% schrumpfen, wenn es so etwas wie Prokrastination nicht gäbe.

Nicht umsonst wird für dieses Verhalten übrigens auch der Begriff „Studentensyndrom“ verwendet. Richtig Sorgen machen muss man sich aber wahrscheinlich erst, wenn innerhalb der Prokrastination nochmal prokrastiniert wird: Man sollte eigentlich lernen, schiebt das aber auf und fängt an, das Bad zu putzen, verschiebt aber auch das auf später und legt sich einfach wieder ins Bett. Oder schreibt einen Blogeintrag.