Telepolis über das Google-Copy-Paste-Problem


Telepolis-Buch

Stefan Weber

Das Google-Copy-Paste-Syndrom

Wie Netzplagiate Ausbildung und Wissen gefährden

Verlag Heinz Heise
192 Seiten, Broschur
16,- EUR (D) / 16,50 EUR (A) / 28,- sFr
ISBN-10 3-936931-37-2
ISBN-13 978-3-936931-37-2

Wenn rund dreißig Prozent der Studierenden bei Umfragen zugeben, dass sie Textklau aus dem Internet betreiben, dann läuft etwas aus dem Ruder. Die gegenwärtig grassierende Copy-Paste-Mentalität bedroht die gesamte wissenschaftliche Textkultur. Ein grundlegender Wandel der Kulturtechnik zeichnet sich ab: von der eigenen Idee und der eigenen Formulierung hin zur „Umgehung des Hirns“ und zur Textbearbeitung bereits vorhandener Segmente im Web.

„Das Google-Copy-Paste-Syndrom“ ist das erste deutschsprachige Sachbuch, das sich dem Kopieren-und-Einsetzen-Phänomen und den Folgen des Google-Wikipedia-Wissensmonopols widmet. Der Autor beobachtet kritisch die Ergoogelung der Wirklichkeit und die fortschreitende Austreibung des Geistes aus der Textproduktion. Er fragt, wie die Medienwissenschaft auf dieses Problem – wenn überhaupt – reagiert.

Netzplagiate gefährden Ausbildung und Wissen. Cyber-Neusprech oder „Weblisch“, Chat- und SMS-kontaminiertes Bewusstsein, affirmative Bagatelle-Forschung, Technophilie und Bullshit-PR für neue Medien schaffen zudem ein Milieu, in dem eine Kritik des Internets und seiner Verwendung systematisch ausgeblendet wird.

Dieses Buch richtet sich nicht nur an Lehrende in Schulen und Universitäten, die sich mit diesem neuen Problem konfrontiert sehen. Es ist so geschrieben, dass es auch für ein breites Publikum, das die neuen Medien verwendet, eine kritische Lektüre bietet.

Siehe auch: [externer link]Textueller Missbrauch
Plagiarismus, Redundanz, Bläh-Rhetorik: Zur Krise der Kulturwissenschaften durch den Einzug des Copy/Paste-Paradigmas

Zu Bestellen beim [externer link]dpunkt.verlag oder bei [externer link]eMedia

[interner link]Weitere TELEPOLIS-Bücher


5 Antworten auf „Telepolis über das Google-Copy-Paste-Problem“


  1. 1 Jorge 14. März 2007 um 17:48 Uhr

    :)

  2. 2 bensen 14. März 2007 um 18:18 Uhr

    fuchs

  3. 3 classless 14. März 2007 um 19:14 Uhr

    „…ein Milieu, in dem eine Kritik des Internets und seiner Verwendung systematisch ausgeblendet wird.“

    Was für ein Haufen Bullshit-PR! Es kann ja wohl nicht die Rede davon sein, daß ausgerechnet die deutschen Geisteswissenschaften zu internet-affirmativ seien. Es herrscht allerdings Unkenntnis und Unvermögen, und es gibt unter den Studierenden einfach den berechtigten Verdacht, daß Mogeln mit dem Netz von ihren antiken Profs nicht registriert wird.

  4. 4 jules 14. März 2007 um 19:57 Uhr

    Ich habe den Text einfach nur gepastet und hier rein kopiert, in sofortiger Affirmation des Google-Copy-Paste-Syndroms (GCPS) habe ich ihn tatsächlich nicht einmal ganz gelesen.

    Aus dem Artikel erschliesst sich mir allerdings nicht die Aussage, dass „ausgerechnet die deutschen Geisteswissenschaften zu internet-affirmativ seien“. Es wird lediglich die Frage gestellt, wie – und ob – die Medienwissenschaften auf das GCPS reagieren. Ansonsten wird ausdrücklich „die gesamte wissenschaftliche Textkultur“ einbezogen. Kleiner Unterschied finde ich.

    Ansonsten finde ich den Artikel, jetzt wo ich ihn gelesen habe, ziemlich reißerisch. Das Phänomen der „Ergoogelung der Wirklichkeit1 sehe ich zwar definitiv auch, stehe dem aber nicht ganz so kritisch gegenüber.

    1. 1: Next level bzw. Metaergoogelung [zurück]
  5. 5 classless 15. März 2007 um 15:18 Uhr

    Ich hatte die dazugehörigen Artikel verfolgt, in denen es in vielen Fällen um Beispiele aus den Humanities ging, so daß für mich diese Buchwerbung nur noch der krönende Abschluß war. Und auch irgendwie zeigt, mit wieviel Ressentiment beim Publikum der Verlag rechnet.

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