Archiv für November 2006

Wer’s mag…

Die Weltwoche weist auf ein postum veröffentlichtes Gespräch zwischen J. Derrida und E. Roudi- nesco hin, mit dem er durch die Hinwendung zu greifbaren poli- tischen und sozialen Problemen auch für durchschnittlich Begabte verständlich werden könnte:

Hier geht es nämlich nicht um dekonstrukti- ve Textanalysen, son- dern um so konkrete Themen wie die To- desstrafe, Gewalt ge- gen Tiere, internatio- nales Recht, Antise- mitismus, Klonen, die Veränderungen der Familie. (Weltwoche)

Andere Quellen sprechen gar von einem „geistig-erotischen Flirt“, dessen Bezugspunkt die Psycho- analyse sei.
Wie man es auch dreht und wendet: Um dieses Buch wird nur ganz vielleicht herumzukom- men sein im Literatur- und Kaffehauswinter ’06.

It’s gettin‘ worse

Fulham 2 – 1 Arsenal. Es wird immer schlimmer. Ein guter Beitrag zu der Misere bei Arseblog. Für die nächsten Spiele stehen Tottenham, Porto und Chelsea an – ich will gar nicht daran denken…

Detlef D! Soost: Genau hinsehen!

Justin Timberlake ft. T.I. – My Love

Endlich gibt es das Video zu diesem fantastischen Lied. Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals einen Popstar so gut tanzen gesehen zu haben.

Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in der EU

EUMCDie Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) hat am Dienstag ihren Jahresbericht vorgelegt.

Die Kernaussage lautet, dass die Mitgliedstaaten, EU-Organe, politischen Entscheidungsträger und die Zivilgesellschaft ihre Anstrengungen im Kampf gegen Rassismus und Fremden- feindlichkeit verstärken müssen. (EUMC)

Die drei am stärksten gefährderten Bevölkerungsgruppen seien Roma, Juden und Muslime. Schwerpunkte des Berichts sind unter anderem Rassismus und Diskriminierung im Beschäftigungsbereich, im Wohnungswesen und im Bildungsbereich. Außerdem setzt man sich mit rassistisch motivierter Gewalt und Straftaten auseinander und untersucht die dagegen entwickelten Programme und Initiativen.
Interessant ist, wie sich die für Deutschland festgestellte Zunahme rassistisch motivierter Kriminalität zusammensetzt:

Deutschland erhält in dem 140-seitigen Report zum Teil schlechte, zum Teil aber auch gute Noten. Negativ vermerkt wird der seit Jahren zu beoachtende Anstieg rassistischer Straftaten, wobei die EUMC offenbar die von den deutschen Sicherheitsbehörden gemeldeten fremdenfeindlichen und antisemitischen Delikte zusammenfasst. Die fremdenfeindlichen Taten alleine gingen nach den Zahlen des EUMC von 2004 (2553 Delikte) zu 2005 (2493) etwas zurück, die Zahl der antisemitischen Delikte hingegen stieg deutlich (2005: 1682; 2004: 1346) – insgesamt ergibt sich also eine Zunahme rassistisch motivierter Kriminalität. (Tagesspiegel)

(via NPD-Blog)

Vielleicht noch UEFA-Cup?

Nach einem katastrophalen Spiel gestern schreibt sogar Berufsoptimist Wenger die Meisterschaft ab:

We are too far behind. If you look at the number of points we have dropped and the way we have played it is really difficult to take. (Sky Sports)

Angstgegner Bolton knöpft den Gunners wieder mal 3 Punkte ab. Die 3-1-Niederlage war eine weitere bittere Vorstellung nach dem altbekannten Muster: wieder die erste Halbzeit verpennt, wieder ein frühes Gegentor, wieder ein bisschen Pech1. Vielleicht könnte man sich auch noch hinter der wirklich langen Verletzungsliste verstecken: Henry, van Persie, Rosicky und Gallas. Aber alle Ausreden oder Erklärungen ändern nichts an der Tatsache, dass die Gunners erneut ein Spiel verloren haben, dass sie hätten gewinnen können, ach was, müssen.

tableDie Tabelle sieht nun in der Tat beschissen aus. Wer die Meisterschaft unter sich ausmacht, ist spätestens jetzt klar. Alles andere ist nur noch ein – bis jetzt ausgesprochen offenes – Spiel um UEFA-Cup- oder Champions League-Plätze. Und wenn man sich Arsenals bisheriges Abschneiden in der CL ansieht, kann man selbst dort ins Zweifeln geraten.
Bereits am Mittwoch geht es weiter, gegen Fulham (Platz 11). Mittlerweile ist noch nicht einmal ein Sieg gegen eine solche 08/15-Mannschaft sicher.

Heute werde ich mich noch weiter frustrieren, indem ich mir ein wenig englischen Qualitätsfußball ansehe: es kommt zu dem Topspiel der Premier League, ManU gegen Chelsea. Dort kann Drogba erneut unter Beweis stellen, dass nicht Henry, sondern er der momentan gefährlichste und beste Stürmer der englischen Liga ist. Vielleicht, so Drogbas sehnlichster Wunsch, raffen das auch irgendwann mal die Computerspielprogrammierer:

It just seems my virtual copy doesn‘t play as well as the Henry character – although in real life, especially this season, I‘m better than him. (Sky Sports)

Lieber Herr Drogba, um das fachmännisch diskutieren zu können, müsste man zunächst wissen, auf welches Spiel Sie sich genau beziehen. Für PES 5 geht zumindest der Leistungsunterschied Henry-Drogba in Ordnung, weil Ersterer letzte Saison im Gegensatz zu Ihnen, Drogba, noch ziemlich durch die Decke gegangen ist.

  1. 3 Pfostenschüsse, ein Tor der Wanderers war Abseits und eine Rote Karte wurde nicht gegeben [zurück]