Archiv für September 2006

„Ist das noch Kunst??“ Captain Ahab, LA – „I Can‘t Believe It’s Not Booty“. Viel Vergnügen.

Die schlechte Nachricht: wie ich ver- mutet hatte schaffe ich es zeitlich nicht, einen liebevollen Rückblick auf die letzten 10 Jahre von Arsene Wenger bei Arsenal zu schreiben. Die gute Nachricht: bei der BBC gibt es genau das, und ich hätte es, bei allem Selbstbewusstsein, nicht bes- ser hinbekommen. Enjoy!

Die Weltwoche hat Michael J. Gerson, den im Sommer zurück- getretenen Chef-Redenschreiber von George W. Bush, interviewt:

Langfristig lässt sich das Problem ähnlich lösen, wie Europa schliesslich seine Probleme löste – mit Fortschritt, Hoffnung, Entwicklung und Freiheit im Nahen Osten. Ich weiss wirklich nicht, wes- halb Europäer gegen- über dieser Mission ab- lehnend sein sollten. Sie haben es ja selber erlebt. (Weltwoche)

Anfang 2007 wird der einflussreiche Schreiberling als Kolumnist für die WP arbeiten.

„Something is rotten in the state of Denmark“

Die rechtsextreme Szene Dänemarks ist, dem dänischen Verfassungsschutz zufolge, aktiver geworden. Die liberale Zeitung Politiken schreibt:

Seit 1995 die Dänische Volkspartei gegründet wurde, glaubte man, diese Partei werde als ein gesundes, demokratisches Ventil für den Widerwillen des Volkes gegen eine weitere Zuwanderung fungieren. Leider zeigt die aktuelle Entwicklung, dass dieses Argument nicht mehr gilt. Im Gegenteil, alles deutet darauf hin, dass sich ein Zusammenhang zwischen demokratischer Fremdenangst und antidemokratischem Fremdenhass entwickelt hat. In Wahrheit hat der Konfrontationskurs der liberal-konservativen – von der Dänischen Volkspartei tolerierten – Regierung dazu beigetragen, die extreme Rechte zu mobilisieren und zu radikalisieren. Statt die Frustrationen des Volkes zu dämpfen, hat die inhumane und diskriminierende Ausländer- und Flüchtlingspolitik der Regierung den Rechtsextremismus genährt. (eurotopics)

Auch die Zahl der antisemitischen Straftaten in Dänemark ist stark gestiegen. Im ersten Halbjahr 2006 hat es bereits so viele Angriffe auf dänische Juden gegeben wie im gesamten letzten Jahr. Die jüdische Gemeinde zeigt sich besorgt. Gläubige werden vor allem auf dem Weg zur Synagoge und Kinder auf dem Weg zur Schule angegriffen. Wie die Zeitung Kristeligt Dagblad berichtet, scheint der Antisemitismus besonders in den muslimischen Milieus Dänemarks stark zuzunehmen:

Die dänische Gesellschaft muss mit anderen Worten eine Minderheit beschützen und einer anderen Grenzen setzen. Viel deutet darauf hin, dass die Ursache der Misere der Konflikt im Mittleren Osten ist, der viel zu einseitig und ohne die nötigen Nuancen auf lokale dänische Verhältnisse übertragen wird. Es ist peinlich, dass ein Land wie Dänemark, das international dafür bekannt ist, den größten Teil seiner jüdischen Bevölkerung während des Zweitens Weltkrieges gerettet zu haben, heute Juden aus Angst vor Drohungen und Übergriffen davor warnen muss, religiöse Symbole wie die Kippa oder den Davidstern in der Öffentlichkeit zu tragen. (eurotopics)

Save the Whales

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(via pbf-comics)